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Italien und die AntikeDas ANTIKEN-KABINETT zu Gast bei JOSEPH FACH, Galerie und Kunstantiquariat in FrankfurtKunstwerke der Antike: Amphoren, Skulpturen, Terrakotten, Idole, Bronzen, griechische, etruskische und römische Objekte zusammen mit Gemälden und Graphiken des 18. und 19. Jahrhunderts aus Italien. Ausstellung mit Vorträgen für Kunstliebhaber, Sammler, Italien-Begeisterte und Museen. |
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ITALIEN und die ANTIKEDas ANTIKEN-KABINETT zum 2. Mal zu Gast bei JOSEPH FACH, Galerie und Kunstantiquariat in Frankfurt Die Ausstellung lief vom 14. bis zum 28. April 2007. An jedem Samstag fand ein Vortrag mit hochkarätigen Referenten aus der Kunstszene statt: Dr. Reiner Vollkammer, Landesmuseum für Vorgeschichte, Dresden: Ewige Schönheit der Antike Dr. Stefanie Ohlig, Marburg: Et in Arcadia Ego'. Zur Bedeutung der Antike in der Bildtradition des 18. und 19. Jahrhunderts Dr. Domenico Riccardi, Spoleto: Olevano, das Arkadien der Romantiker. Zur Bedeutung Olevanos für die deutschen Künstler des frühen 19. Jahrhunderts.
Da nach dem großen Erfolg 2005 mit sehr vielen Besuchern zu rechnen war, erhielten alle Kunden und Freunde des Antiken-Kabinetts und der Galerie Joseph Fach eine Einladung mit der Bitte um Anmeldung zu den Vorträgen. Auch 2007 kamen Kunstinteressierte aus ganz Europa. Sollten Sie die Ausstellung verpasst haben, aber gern wissen, wann die nächste in Frankfurt sein wird, mailen Sie bitte an das Antiken-Kabinett. Zur Ausstellung erschien der Katalog ITALIEN und die ANTIKE, Gemeinschaftskatalog der Galerien Joseph Fach GmbH und Antiken-Kabinett, 116 Seiten, 107 Abb., 4-farbig, Frankfurt 2007, EUR 10. Besonders raffiniert fiel die Gestaltung aus: Sie können den Katalog von "vorn" oder von "hinten" aufblättern, die Covers sind oben abgebildet. Das Deckblatt des Antiken-Kabinetts zeigt einen attisch-böotischen Kelchkrater aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. Kritik zur Ausstellung "ITALIEN und die ANTIKE"in der Frankfurter Allgemeinen ZeitungRhein-Main-Zeitung, Rubrik Kultur / Kunst, 17. April 2007
Verklärtes und Begehrtes Von Christa von Helmolt
Ein Zeitalter und seine Rezeption - das zeigt die Frankfurter Doppelausstellung in der Galerie Joseph Fach (Am Weingarten 7) und dem Antiken-Kabinett Bernd Gackstätter (Ganghoferstr. 24). In beispielhafter Zusammenarbeit widmen die schon in dritter Generation geführte, jetzt in Bockenheim ansässige Kunsthandlung und das international bekannte Antiquitätengeschäft sich in einem Panorama aus etwa hundert kleinformatigen Arbeiten dem Thema "Italien und die Antike". Die anspruchsvolle Zusammenstellung der durchweg sehr qualitäsvollen Werke gewinnt dem immer wieder reflektierten Gegenstand neue Seiten ab. Dies gilt nicht zuletzt für die attraktiven Aquarelle und lavierten Zeichnungen von vierzig Malern verschiedener Nationen. Längst aufgegeben haben sie das Pathos von Tischbeins Frankfurter Ikone "Goethe in der Campagna" mit Dichter auf gestütztem Obelisk zwischen Relikten antiker Kunstwerke, Ruinen und in weiter Ferne Rom. So armselig das Leben in der "Ewigen Stadt" auch war, so magnetisch zog das von Winckelmanns Schriften belebte Antikeninteresse im späten 18. und im frühen 19. Jahrhundert Intellektuelle und Künstler in ihren Bannkreis. Etruskische Maske des Acheloos Das galt auch für die Liebhaber, die zu Hause blieben: Wer nicht in sein Sehnsuchtsland fahren konnte, erwarb es, von bekannter Malerhand verklärt, auf Papier oder Leinwand. Wie die Frankfurter Doppelausstellung zeigt, florierte insbesondere der Handel mit Veduten und Landschaften prächtig. Besetzt waren sie mit bekannten oder erdachten Ruinen, pittoresk oder erhaben aufgefassten Monumenten, die wunderbar klar und sauber dargestellt wurden. Während als kostbarstes Beispiel klassischer Landschaftsmalerei ein Blick auf Capri von Johann Wilhelm Schirmer zu sehen ist, steht der Frankfurter Carl Morgenstern mit seinem Blick auf Neapel für den Übergang zur romantischen Landschaft. Wie großartig klar wirken vor dem Hintergrund dieser hochreflektierten Kunst die Kleinstskulpturen in den Vitrinen, unter ihnen mehrere Jahrtausende alte einfache Idole aus Ton. Wie meisterhaft wurde im siebten vorchristlichen Jahrhundert eine nur zwanzig Zentimeter hohe Bronzestandarte aus vielen Einzelheiten zu einem mythologischen Mischwesen komponiert, wie faszinierend ist die aus feinstem Bronzeblech getriebene etruskische Maske des Flussgottes Acheloos. Vertreten ist die Kunst der Etrusker auch mit einem höchst lebendigen, vollplastischen Münchenkopf aus Ton sowie einigen Gefäßen. Die kunstvollen Zeugnisse einer vergangenen Epoche sammelten schon die luxusfrohen Römer. Wie sie das Erbe weiter entwickelten, wird mit Marmorarbeiten, Reliefs, Schmuck und wunderschönen farbigen Gläsern, Fläschchen und Kannen gezeigt.
Copyright Text: F.A.Z.
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