Antike Kunst: griechische, römische Bronzen: Figuren, Schalen, Helme, Tiere, Statuen

 

Antike Kunst

Palmyrenisches Grabrelief 

Priester mit reichverzierter Tunika, weißer Kalkstein, wegen der Individualität des Portraits von besonderer Seltenheit. Die Grabplastik stand mehrere Jahre als Leihgabe in der Antikensammlung des Liebieghauses in Frankfurt / Main.

 

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Relief eines palmyrenischen Priesters

 

Zeit: 2. - 3. Jh. n. Chr.

Maße: Höhe 71,5 cm, max. Breite 50 cm, Tiefe 19 cm.

Material: Weißer Kalkstein mit stellenweise braunen Ablagerungen. Auf Metallfuss gesockelt.

Gutachten: Universität Wien Nr. 139-17933/0003

Befund: Die Grabplastik ist eine qualitätvolle Arbeit und wegen ihrer Individualität von besonderer Seltenheit.

 

Das palmyrenische Grabrelief war als Leihgabe mehrere Jahre im Liebieghaus - Antikensammlung, Frankfurt / Main ausgestellt.

Beschreibung: Das Abbild auf der Steinplatte stellt einen älteren Mann in frontaler Ausrichtung dar. Er trägt eine Tiara, die ihn als Priester charakterisiert. Der hohe zylindrische Kopfschmuck ist durch vertikale Kerben gegliedert. Ihn ziert ein Blätterkranz, in dessen Mitte ein ovales Medaillon aus grüner Glaspaste sitzt. Der Kopf hat eine langovale Form mit glatten eingefallenen Wangen und großen Augen, deren Iris und Pupille durch Delle und konzentrischen Kreis angegeben sind. Die vorkragende Nase, der kleine Mund mit schmalen, zusammengepressten Lippen, das markante Kinn, Gesichtsfalten an Stirn, Nase, Kinn und Hals, der eingedrückte Kehlkopf geben dem Verstorbenen individuelle Züge.

Der Mann trägt eine reichverzierte Tunika und ein über die linke Schulter drapiertes Manteltuch. Den unteren Bereich der Büste bildet ein Teil dieses Tuches, das girlandenartig zu einer Binde zusammengefasst ist. Die Armstümpfe sind bis in Brusthöhe ausgebildet und durch vertikale Falten gegliedert. Links zeichnet sich die Kontur des Manteltuchs darüber ab. Auf das in reichen Falten drapierte Unterkleid ist rechts eine Zierborte appliziert. Palmenzweige, Granatäpfel und Rosetten in Volutenranken wechseln sich darauf ab. In Form einer Stickerei wiederholt sich das florale Muster auf der Schulter: zwei Rosetten und Volutenranken.


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